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Die Grasfackel, die ein schlechtes Haus verbrennt, zündet auch ein gutes Haus an. (Ganda)

Wer die Früchte vom Baum geschüttelt hat, soll sie auch aufsammeln. (Ovambo)  

Die Tür, die Guten wie Bösen Eintritt gewährt, ist schlecht. (Ganda)

Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Ovambo)

Sticht man sich aus eigenem Entschluss mit einem Dorn, schmerzt es nicht. (Nyika)

Allein essen ist wie allein sterben. (Mamprussi)

"Werde unabhängig!" ist keine Beleidigung. (Tshi)

Armut ist wie ein Löwe - kämpfst du nicht, wirst du gefressen. (Haya)

Wer etwas durcheinander bringt, muss wissen, wie er wieder Ordnung schafft. (Temne)

Wer langsam geht, kommt weit. (Luyia)

Einer, der zu oft danke schön sagt, isst dir alles leer. (Ganda)

Wer auf einen Baum klettern will, fängt unten an, nicht oben. (Tshi)

Jemandem zu helfen, bedeutet nicht, sich selbst zu vernachlässigen. (Mamprussi)

Wer nicht offen mit dir spricht, ist nicht dein Freund. (NDonga)

Ehre dein Kind, und es wird dich ehren. (Ila)

Ich zeigte dir den Mond, und du sahst nichts als meinen Finger. (Sukuma)

Kultur

Afrika in Latein Aprica: bedeutet Sonnig, die Griechen sagen „Aprike“: bedeutet ohne Kälte. Das trifft die Bedeutung der afrikanischen Leute: Sonnige Menschen oder Menschen ohne Kälte.

Afrika als drittgrößter Kontinent der Erde gilt als Wiege der Menschheit und ist mit der Sahara als weltweit größter Wüste und dem Nil als längstem Fluss ein Kontinent der geographischen Superlative. Rund 885 Millionen Menschen leben in 53 Staaten; die meisten davon in Nigeria, Ägypten und Äthiopien. In Afrika gibt es über 3.000 verschiedene Bevölkerungsgruppen.

Der Begriff einer Afrikanischen Kultur ist im engen Sinne nicht haltbar. Der Kontinent lässt sich zumindest kulturell in die Regionen Nordafrika sowie dem transsaharischen Schwarzafrika teilen. Die Staaten Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko sowie Tunesien im Norden Afrikas verstehen sich kulturell eher als Teil der arabischen Welt. Hingegen bleibt offen, wie die Staaten Mauretanien, Sudan, Madagaskar, Eritrea und Äthiopien kulturell zugeordnet werden.

Für den schwarzafrikanischen Teil des Kontinents wurde insbesondere in den 60er und 70er Jahren das Konzept einer panafrikanischen Kultur ernsthaft diskutiert. Auslöser war dabei die Erringung Unabhängigkeit verschiedener afrikanischen Staaten, insbesondere im Zusammenhang mit der Négritude wurde das Konzept einer panafrikanischen Kultur sehr populär. Mit den blutigen ethnischen Auseinandersetzungen der 80er und 90er Jahre und damit dem politischen Verfall der panafrikanischen Vision verlor diese Idee zunehmend an Überzeugungskraft.